Red Mess – Hi-Tech Starvation

(kis) VÖ 1.August 2025. Ich bin wieder mal zu spät dran, man möge verzeihen, ein Tag beim Krach am Bach sei mir gegönnt!

„2022 markierte einen Wendepunkt für die Band: Nach Corona spielte RED MESS eine Europatour, zog nach Berlin und veröffentlichte „Breathtaker“ auf dem norwegischen All Good Clean Records“ Von Brasilien nach Berlin, harter Toback, aber noch härter legen die Jungs jetzt mit dem neuen Album los.

Bass + Vocals – Lucas Klepa Gitarre – Thiago Franzim Drums – Douglas Labigalini

Mit Huntress startet schwer rollend ein 8 Zylinder Motor, die Gesangsmelodie eine Homage an Kyuss, Basslastig und sexy mit einer Menge Druck.“Tell me,how did I know that you are sedated“. Soweit mein Gehör das aufgenommen hat. Lucas weich-kratzige Stimme kommt auch in Song 2 gut durch,verführerisch, naiv schlägt er um in passiv-aggressiv. Thiago am Schlagzeug, experimentel, verteilt Ohrfeigen. Vor dem inneren Auge sieht man Schweiß durch Brusthaar fließen. Stoniger Gitarrensound läßt Festivalfeeling aufkommen, man möchte barfuß tanzen. Ransomware läßt die Töne losrennen , schwirren wie eine Wespe, Mochito wird zum Moskito. Beängstigend intensiv.Da ist jemand verdammt wütend. Und es geht weiter, direkt ins Blut, vom ganzen Album kann man sich gerne pieksen lassen. In mittlerer Grunge-Tonlage streift amn das karierte Flanellhemd über, genau richtig für den kalten Berliner Winter. Xenon ist Moshpit tauglich auch ohne Bier-Frauen-Sex-Text. Flotte Anlehnung an Rotor/Dyse Sounds.Als nette Schurken, so kann man sich die 3 Jungs gut vorstellen, der Takt hält deinen Herzschrittmacher am Laufen.Aus den Boxen kracht es wie Stockhiebe auf den nackten…Arsch. Und zu (sehr) guter Letzt, noch eine Predigt oben drauf, nach langer Wanderung durchs unheimliche Tal, die Augen werden schwer, mit smoothem Knarzen und schrillen Riffs beenden RED MESS die Hungerkur. Hunger nach Mehr.Mehr Alben von RED MESS.

Trackliste:

Huntress

Inexistent Color

Ransomware

Intravenous

Xenon

Kind Villain

Uncanny Valley